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	<title>Ariane Toepfer</title>
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		<title>Im Gespräch mit Cornelia Funke: &#8220;Fange mit deinen Talenten etwas an, wenn du glücklich werden willst&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2016 20:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[ariane]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen mit Visionen]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane Toepfer]]></category>
		<category><![CDATA[Cornelia Funke]]></category>
		<category><![CDATA[Visionen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Ariane Toepfer und Caroline Eberwein  © Cornelia Funke Mit schnellem Schritt, jedes Detail mit ihren blitzenden Augen bemerkend, werden wir herzlich und fröhlich begrüßt. Sie hat sichtlich Spaß. Sie wirkt natürlich, ungeschminkt und hat den Charme einer Frau, die sich ihrer Sache bewusst und gleichzeitig mädchenhaft jung geblieben ist. Wie sind Sie heute zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Ariane Toepfer und Caroline Eberwein</p>
<p><a href="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Cornelia-Funke-©-Cornelia-Funke.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-320" alt="Cornelia Funke © Cornelia Funke" src="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Cornelia-Funke-©-Cornelia-Funke-214x300.jpg" width="214" height="300" /></a> © Cornelia Funke</p>
<p><em style="font-size: 1rem;">Mit schnellem Schritt, jedes Detail mit ihren blitzenden Augen bemerkend, werden wir herzlich und fröhlich begrüßt. Sie hat sichtlich Spaß. Sie wirkt natürlich, ungeschminkt und hat den Charme einer Frau, die sich ihrer Sache bewusst und gleichzeitig mädchenhaft jung geblieben ist.</em></p>
<p><strong>Wie sind Sie heute zu dem geworden, was Sie sind? Sie sind nicht als Schriftstellerin geboren worden, oder?</strong><br />
<em>Sie lacht.</em> Nein, ich war nicht immer Autorin. Ich habe mein Abitur in Dorsten, einer Stadt im deutschen Westfalen gemacht, die ich als recht eng empfand. Glücklicherweise wusste ich dank meiner Bücher, dass die Welt außerhalb wesentlich größer und schillernder war. Und diese Welt wollte ich nach dem Abitur erst mal verbessern. Die Ausbildung als Sozialpädagogin erschien mir als gutes Rüstzeug dazu. Im Rückblick kann ich euch nur raten, den Erwachsenen nicht zu glauben, die euch weismachen wollen, dass ihr mit spätestens 18 Jahren wissen sollt, welcher Beruf für euch der richtige ist. Mit einigen Ausnahmen ist das schlichtweg Unfug. Probiert einfach so viel wie möglich aus, bis ihr etwas findet, das euch Spass macht. Ich habe es gefunden, als ich 35 Jahre alt war. Zuvor habe ich auf einem Bauspielplatz mit vielen Kindern gearbeitet, die es nicht gerade leicht im Leben hatten. Ziemlich tapfere kleine Kinder. Schließlich stellte ich fest, dass man mit den Talenten, die man mitbekommen hat, wohl auch etwas anfangen muss, um glücklich zu sein. Also ging ich wieder zur <span style="font-size: 1rem;"> Schule, wurde Buchillustratorin, denn gezeichnet hatte ich schon immer sehr gern. Dann war ich unzufrieden mit den Geschichten, die ich bebildern sollte und erfand eine eigene &#8211; und entdeckte, dass ich ein Geschichtenerzähler bin &#8211; und dass ich nichts lieber tue und nichts besser kann. Ein zweisprachiges Mädchen, das den Mut hatte, sich bei einem englischsprachigen Verlag zu beschweren, dass es ihr Lieblingsbuch, den &#8220;Herr der Diebe&#8221;, nicht auf Englisch gab, veränderte mein Leben nochmals. Es gefiel dann ziemlich vielen englischsprachigen Lesern&#8230;</span></p>
<p><strong>Ihre Geschichten ziehen Millionen in Bann, sie leiden, zittern, lieben und leben mit den Figuren mit. Bücher und Geschichten ja, aber wie steht es mit Videospielen?</strong><br />
Kinder und Jugendliche brauchen dringend Inspirationen durch Geschichten. Die Geschichten sind wie Türen und Fenster zur Welt. <em>Sie wird nachdenklich und zitiert J.R.R. Tolkien.</em> &#8220;Wer hat denn etwas gegen die Flucht außer dem Kerkermeister?&#8221; Jugendliche müssen fliehen, um sich zu wehren. In dem Moment, in dem wir die Realität als etwas Unveränderliches akzeptieren, sind wir gefangen. Ich bin ein Verfechter der Idee von alternativen Weltentwürfen wie Science Fiction und Fantasy. Jede phantastische Welt ist unsere Welt, wie ein Spiegelbild. Das phantastische Erzählen ist eigentlich das realistische Erzählen. <em>Sie ergänzt, während ihr der Schalk in den Augen blitzt:</em> Ich glaube, dass der Realitätsbegiff etwas ist, an dem man ständig rütteln muss. Es gibt in meinem Verständnis kein politischeres Erzählen als das phantastische Erzählen. Es gibt Statistiken, die belegen, dass Leser von Science Fiction wesentlich häufiger politisch aktiv sind.</p>
<p><a href="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Interview-Funke-Grafik-4-c-Cornelia-Funke.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-322" alt="Interview Funke Grafik 4 (c) Cornelia Funke" src="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Interview-Funke-Grafik-4-c-Cornelia-Funke-300x125.jpg" width="300" height="125" /></a> © Cornelia Funke</p>
<p><strong>Sie haben sehr viele unterschiedliche Projekte, die Sie gleichzeitig verfolgen. Sie sind Schriftstellerin, Illustratorin, haben Ende 2015 ihren eigenen Verlag &#8216;Breathing Books&#8217; gegründet, nehmen Auszeichnungen entgegen, schreiben Wettbewerbe aus, reisen&#8230; Wie schaffen Sie dieses Arbeitspensum?</strong></p>
<p>Ja, das stimmt. <em>Sie lacht vergnügt.</em> Und Sie haben vergessen, dass ich auch mit Musikern zusammenarbeite. Ich habe mit einem der amerikanischen Verlage meinen Vertrag aufgelöst und einen eigenen Verlag gegründet. Im Moment bin ich dabei, dieses Konzept zu festigen. Ich plane, mit Künstlern zusammenzuarbeiten und denke daran, irgendwann junge Illustratoren aus aller Welt zu fördern, unter ihnen natürlich auch muslimische Künstler, weil ich fest daran glaube, dass die Kunst massgeblich dazu beitragen kann, einandere besser zu verstehen und die immer weiter werdene Kluft zu überbrücken. Ich spiele gern mit dem Gedanken, irgendwann Workshops auf einer alten Farm mit vielen leeren Scheunen anzubieten, aber das liegt wohl doch noch weit in der Zukunft – oder muss in einem anderen Leben passieren. Mich interessiert ein Zusammenkommen aller Künste, Wort, Bild und natürlich auch Musik. Ich habe allerdings vorerst nicht vor, meinen Verlag anderen Autoren zu öffnen, denn dann müsste ich deren Erwartungen erfüllen – und würde meine neu gewonnene Freiheit von kommerziellem Druck gleich wieder verlieren. Eins der nächsten Bücher, das wir veröffentlichen, wird ein Bilderbuch sein, das erste, das ich auf Englisch geschrieben und selbst illustriert habe. Ich habe es dann auf Deutsch nochmal geschrieben, da die Sprachen doch sehr verschieden sind. Ich nenne es gern als mein &#8220;Tintenherz&#8221; für kleine Kinder, weil die Bücher, die darin vorkommen, die Gesichter von Schriftstellern haben. Elinor würde das Buch furchtbar finden, da eins der Bücher von ihrem wohlsortierten Regal entkommen will. Das Buch wird sowohl als Papier- als auch als elektronische Version erscheinen und wir arbeiten auch an interaktiveren Geschichten. Mein Ziel bei all diesen Projekten ist, alterslos zu schreiben, was beim Bilderbuch heisst, dass ich 3-Jährige UND ihre Eltern unterhalte.</p>
<p>Ich habe das letzte Jahr als unglaublich reich und produktiv empfunden und wohl noch nie in meinem ganzen Leben mehr geschafft, obwohl ich ohne den Zeitdruck von Deadlines und spielerischer denn je arbeite Meine deutsche Disziplin hilft mir wohl, mich nicht zu verzetteln. <em>Sie lacht verschmitzt.</em> Meinen Kalender führe ich nach wie vor auf Papier. Für jedes Projekt trage ich meine festen Arbeitszeiten ein und denke dann an nichts anderes mehr. Das heißt zum Beispiel: Freitag Nachmittag &#8220;viertes Spiegel-Buch&#8221;, Samstag Vormittag &#8220;Kurzgeschichte für das Getty Museum&#8221;, abends neues Bilderbuch-Projekt und so weiter. Das macht mich unglaublich produktiv, ohne dass ich es als Stress empfinde. Das Schöne ist die Vielzahl der Projekte und meine Begeisterung für jedes einzelne von ihnen, für mich die organisierte Form des Multi-Tasking.</p>
<p><a href="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Interview-Funke-Foto-1-c-LWL-Gerharz.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-324" alt="Interview Funke Foto 1 (c) LWL : Gerharz" src="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2016/06/Interview-Funke-Foto-1-c-LWL-Gerharz-300x207.jpg" width="300" height="207" /></a>  © LWL / Gerharz</p>
<p><strong>Wie kommen Sie auf die vielen Ideen und wie schreiben Sie?</strong><br />
Die Ideen sind nicht das Problem, vielmehr die Entscheidung, welche ich nehme. Das muss man sich so vorstellen, als würden Tausende von Figuren über meinen Schreibtisch herumlaufen und rufen &#8216;Nimm mich, nimm mich, ich will in Deine Geschichte&#8217;. Wenn ich mich entschieden habe, mache ich mir Notizen zu den ersten zehn Kapiteln und dann &#8211; kommt es häufig ganz anders. Die Figuren entwickeln ihr Eigenleben und es ist so, als ob sie mich in einem Labyrinth in immer neue Gänge locken und ihre Geheimnisse oft erst preisgeben, nachdem sie mich erstmal belogen haben. Sehr spannend&#8230; Meine Geschichten schreibe ich per Hand. Damit ich korrigieren kann, lasse ich die linke Seite frei. Dann verbessere ich, korrigiere, schreibe um. Erst dann wird getippt. Am Schluss eines Tages sind ungefähr 4 Seiten entstanden.</p>
<p>Als Geschichtenerzählerin ist es mir sehr wichtig, immer wieder daran zu erinnern, dass man Geschichten auf sehr verschiedene Weise erzählen kann: Musik, Tanz, Film, Bild, Videospiele&#8230; all das sind Formen des Geschichtenerzählens und sie sollten gleichberechtig betrachtet werden. Diese Vielfalt zu fördern, da hinkt meiner Meinung nach Schule überall in der Welt hinterher. Die Serie ist z.B. eine alte Form und nicht Erfindung unseres Fernsehzeitalters &#8211; Charles Dickens hat seine Romane in einzelnen Kapiteln veröffentlicht. Die Abschnitte von &#8216;Die Elenden&#8217; von Victor Huge erschienen in Verbindung mit Matrazenreklamen. Ich überlege, ob ich meine nächsten Romane nicht jeweils in zehn Kapitelabschnitten veröffentliche, damit meine Leser nicht drei Jahre warten müssen.</p>
<p><strong>Was möchten Sie vermitteln?</strong><br />
Ich bin habe keine Botschaft. Ich habe das Talent, gut mit Worten umgehen zu können und nutze diese Gabe, um in Geschichten das einzufangen, was uns alle an der Welt befremdet und verzaubert, dieser gleichzeitige Widerspruch zwischen Schönheit und Grausamkeit. Ich schreibe für junge Menschen, daher ist bei mir die Verzauberung und die Hoffnung größer als der Schrecken. Das kann man von Kindern lernen. Kinder stellen den Zauber der Welt nicht in Frage, obwohl sie sehen, dass sie auch schrecklich ist.</p>
<p><strong>Wenn Sie Jugendlichen einen Rat mitgeben, welcher ist es?</strong><br />
Werdet Weltenbürger! Die Welt ist wieder einmal in einem tiefgreifenden Umbruch. Das was als Nationalismus und religiösem Fanatismus passiert, ist sehr beunruhigend. Die Entwicklung von Radikalisierung hat sich schon so häufig in unserer Geschichte auf dieselbe verstörende Weise wiederholt. Es liegt mir daher sehr am Herzen, Kontakt mit meinen internationalen jungen Lesern zu haben. Als Kulturschaffende sehe ich unsere einzige Hoffnung darin, dass sich die heutigen Jugendlichen als Weltenbürger verstehen, sich vernetzen und von einander lernen. Reisen, andere Menschen mit anderen Kulturen und Religionen zu verstehen, ist die wirkungsvollste Weise, um der Radikalisierung entgegen zu wirken.</p>
<p><em><strong>Zur Person von Cornelia Funke</strong></em><br />
<em> Die 57-jährige Deutsche gilt als erfolgreichste deutschsprachige Kinder- und Jugendbuchautorin, veröffentlichte rund 50 Titel mit einer Gesamtauflage von über 20 Millionen Exemplaren. Ihre Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Zu den Titeln zählen z.B. &#8220;Die wilden Hühner&#8221;, &#8220;Herr der Diebe&#8221;, die &#8220;Tintenherz&#8221; Trilogie sowie &#8220;Reckless&#8221;. Das &#8220;Time Magazine&#8221; hat die heute in Los Angeles lebende Schriftstellerin 2005 zu den 100 weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten gezählt. Sie unterstützt zahlreiche Kinderprojekte und ist eine der deutschen Botschafterinnen der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Sie wurde für ihre Arbeiten mit zahlreichen Stipendien und Auszeichnungen geehrt. Im Jahr 2008 wurde ihr neben dem Bundesverdienstkreuz am Bande auch der Bambi in der Kategorie Kultur verliehen. 2009 erhielt sie den Jacob-Grimm-Preis, Ende 2015 den Annette-von-Droste-Hülshoff Literaturpreis.</em></p>
<p>Mehr Informationen über Cornelia Funke:<br />
www.corneliafunke.com</p>
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		<title>Bitte keine praktischen Erfahrungen!</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2016 19:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[ariane]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsorientierung]]></category>
		<category><![CDATA[Luxemburg]]></category>
		<category><![CDATA[Praktikum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein aktueller Anlass: Ein junger Mann, der seine Schule abgeschlossen hat und studieren möchte, möchte die Zwischenzeit nutzen, um in mehreren Unternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies erscheint lobenswert und sinnvoll. Nur &#8211; eine Praktikum darf dieser Mann nicht machen, weil dies in Luxemburg nicht erlaubt ist. Das Unternehmen müsste diesem Jugendlichen einen zeitlich befristeten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Ein aktueller Anlass: Ein junger Mann, der seine Schule abgeschlossen hat und studieren möchte, möchte die Zwischenzeit nutzen, um in mehreren Unternehmen praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies erscheint lobenswert und sinnvoll. Nur &#8211; eine Praktikum darf dieser Mann nicht machen, weil dies in Luxemburg nicht erlaubt ist. Das Unternehmen müsste diesem Jugendlichen einen zeitlich befristeten Vertrag anbieten. Ein Praktikum ist de facto an die Schulausbildung oder im Rahmen eines Studiums vorgesehen. Nicht außerhalb, so die gesetzliche Lage. Die einzige Ausnahme sind Jugendliche, die die Schule abgebrochen haben. Schüler mit Schulabschluss werden in dieser Hinsicht diskriminiert.</span></p>
<p>Die Absurdität liegt darin, dass Jugendlichen dadurch verwehrt wird, Tätigkeiten und Abläufe eines Berufs kennenzulernen, etwas, was in den Nachbarländern nicht mehr wegzudenken wäre. Durch diese eigene Erfahrung finden sie heraus, ob sie die notwendigen Stärken für den Beruf mitbringen und ob der Beruf wirklich den Vorstellungen entspricht. Wenn sie merken, dass ihre Erwartungen und die tatsächliche Arbeit nicht übereinstimmen, so ist das kein Beinbruch, sondern eine sehr wichtige Erfahrung. Bei einem positiven Verlauf ist ein Praktikum häufig ein Sprungbrett in einen festen Arbeits- oder Ausbildungsvertrag.</p>
<p>Eine Gesetzesänderung ist in Vorbereitung und dies seit über vier Jahren. Jugendliche brauchten eine stärkere Lobby&#8230;</p>
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		<title>Neue Welten brauchen neue Strukturen &#8211; Schule 2030</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Mar 2016 21:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[ariane]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule der Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane König]]></category>
		<category><![CDATA[CSDD]]></category>
		<category><![CDATA[Minister Meisch]]></category>
		<category><![CDATA[OECD]]></category>
		<category><![CDATA[Schule 2030]]></category>

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		<description><![CDATA[Rückblick auf die Konferenz ‘Schoul fir eng Welt, déi séier ännert’ in Luxemburg Als Pferdekutscher vor rund 150 Jahren gefragt wurden, wie sie ihre Leistungen im Hinblick auf die Fahrt des ersten Autos optimieren könnten, war ihnen die Bedeutung wohl kaum klar. Heute wissen wir: Die Option &#8220;schnellere Pferde&#8221; war keine Lösung. Drei vergleichbare und [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Rückblick auf die Konferenz ‘Schoul fir eng Welt, déi séier ännert’ in Luxemburg</b></p>
<p>Als Pferdekutscher vor rund 150 Jahren gefragt wurden, wie sie ihre Leistungen im Hinblick auf die Fahrt des ersten Autos optimieren könnten, war ihnen die Bedeutung wohl kaum klar. Heute wissen wir: Die Option &#8220;schnellere Pferde&#8221; war keine Lösung.</p>
<p>Drei vergleichbare und aktuelle Meldungen, aus ganz unterschiedlichen Quellen:</p>
<ul>
<li>Stand heute: Der aktuelle OECD Bericht, der auf Zahlen aus 2012 beruht, weist darauf hin, dass jeder vierte 15-jährige in Luxemburg nicht über Basiskenntnisse in Mathematik verfügt und 22% große Schwierigkeiten im Lesen und in den Naturwissenschaften haben. 11,6% der Schüler brechen die Schule ohne Abschluss jährlich ab. Die Gründe sind seit Jahren bekannt, die Lage hat sich im Vergleich zu den Vorjahren verschlechtert.</li>
</ul>
<ul>
<li>Blick nach morgen und über die Grenze: Gemäß einer 2015 veröffentlichten Studie von A.T. Kearney wird es in 20 Jahren in Deutschland 50% der heutigen Arbeitsplätze nicht mehr geben. Berufsausbildung und Berufsbilder stehen vor einem radikalen Wandel.<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;"> </span></li>
</ul>
<ul>
<li>Entwicklung seit 15 Jahren: Stichwort &#8220;Arbeiten 4.0&#8243; &#8211; seit Beginn des 21. Jahrhundert ändert sich die Produktionsweise dank der wachsenden Vernetzung und zunehmenden Kooperation von Mensch und Maschine grundlegend. Neue Produkte, neuer Bedarf und neue Dienstleistungen entstehen. Der kulturelle und gesellschaftliche Wandel stellen Vorstellungen von &#8220;Arbeit&#8221; in Frage. Rollen, Aufgaben und Inhalte werden zwischen Individuen, Sozialpartnern und dem Staat neu ausgehandelt.</li>
</ul>
<p>Was bedeutet da<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">s für Schule und </span><span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">Bildung in Luxemburg? </span></p>
<p>Zielführend erscheint ein &#8220;Wel<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">ten-Denkbaukasten&#8221; zu sein, den der Luxemburger Nachhaltigkeitsrat CSDD unter der Leitung von Francis Schartz sowie die Universität Luxemburg in einem 2,5-jährigen, partizipativen Prozess mit über 100 Experten aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus dem In- und Ausland entwickelt und der Öffentlichkeit zur Diskussion und Anwendung angeboten hat. Konkret handelt es sich um drei Szenarien für Luxemburg im Jahr 2030, die alle Bereiche des Lebens wie z.B. Umwelt und Ressourcen, Wirtschaft und Finanzen, Technologie und Forschung, Demographie und Migration sowie nationale und internationale Machtverteilung umfassen.</span></p>
<p>Gemäß Frau Dr. Ariane König, Senior Researcher an der Uni Luxemburg und Leiterin dieses Projektes, ist jedes Szenario in sich stimmig und realistisch. Jedes stellt andere Anforderungen an das Schulsystem im Jahr 2030. Je<span style="line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;">de dieser Welten lässt die notwendigen Handlungen offen. Ziel dieser Szenarien ist es, dass in einem moderierten, unparteiischen, zielführenden und partizipativen Prozess nachhaltige Antworten auf diese Herausforderungen entstehen und umgesetzt werden.</span></p>
<p>Soweit so gut, wenn nicht die Schüler, die 2030 die Schule verlassen, bereits heute in der Spielschule wären und kein Lehrer, keine Eltern und kein politisch Verantwortlicher weiß, welche Welt diese Kinder in 14 Jahren vorfinden werden. Der Veränderungsdruck auf das System Schule und seine Akteure ist sehr hoch. Daher sollen diese Szenarien als Gedankenrahmen für eine Diskussion auf gesellschaftlicher, organisatorischer und individueller Ebene dienen, wie Schule und Lernen in der Zukunft gestaltet wird. Die detaillierten Szenarien sind unter <a href="http://www.csdd.lu">http://www.csdd.lu</a> zu finden.</p>
<p>Viele beteiligten Fachleute, gleich welcher politischen Herkunft, ob aus Gewerkschaft, Kammer oder Unternehmen sowie Sprecher aus Schulen waren sich innerhalb dieses Projektes einig: Schule in Luxemburg muss grundlegend neu definiert werden, von der reinen Wissensvermittlung hin zur Übermittlung von Kenntnissen, wie Probleme, die wir heute noch nicht einmal ahnen, gelöst werden können. Der Sprachenvielfalt sowie der unterschiedlichen Potentiale der Kinder müssen Rechnung getragen werden. Die Kinder werden Methoden und Kompetenzen erlernen, in einer Welt mit wachsender Unsicherheit ihren Weg zu finden. Kurzum, nicht reproduziertes Wissen, sondern kreatives Denken braucht eine Struktur. Zu recht hat Minister Meisch in diesem Zusammenhang die Vielfalt der zukünftigen Schulmodelle und die höhere Autonomie der Schulen erwähnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie ich einen Strich gerade zeichne &#8211; Was wir von Kalligraphen über Gesundheit und Konzentration lernen können</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2015 10:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[ariane]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Kraut des Internisten und das Messer des Chirurgen heilen von außen, der Atem heilt von innen.&#8221; Paracelsus &#160; Was hat fernöstliche Kalligraphie (die Kunst des Schönschreibens) mit unserem Atem zu tun? Ein Baby kommt mit einem optimalen Atemrhythmus zu Welt. Es atmet tief und gleichmäßig, der Bauch hebt und senkt sich, die Schultern und der [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Das Kraut des Internisten und das Messer des Chirurgen heilen von außen, der Atem heilt von innen.&#8221; Paracelsus</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2015/04/Qi.png"><img class="alignnone size-full wp-image-291" alt="Qi" src="http://arianetoepfer.com/wp-content/uploads/2015/04/Qi.png" width="168" height="168" /></a></p>
<p>Was hat fernöstliche Kalligraphie (die Kunst des Schönschreibens) mit unserem Atem zu tun?</p>
<p>Ein Baby kommt mit einem optimalen Atemrhythmus zu Welt. Es atmet tief und gleichmäßig, der Bauch hebt und senkt sich, die Schultern und der Nacken sind entspannt. Diese gesunde und uns entsprechende Art zu Atmen verlernen wir. Angst schnürt uns die Kehle zu, Aufregung raubt uns den Atem, uns stockt der Atem, atemlos hetzen wir durch den Tag, vor Schreck bleibt uns die Luft weg. Wir sitzen viel, bewegen uns wenig, strengen uns an und atmen flach. Der Schreibvorgang der Kalligraphie besteht im Wesentlichen in einer geistigen Konzentrationsübung, bei der die Einheit von Atmen, Geist und Körper wichtig ist. Kalligraphie lehrt zum Beispiel, wie das Ein- und Ausatmen mit der Strichführung verbunden ist.</p>
<p><strong>80% der Menschen atmen falsch</strong></p>
<p>Mache den Test: Versuche mit einem Stift eine gerade Linie auf ein Blatt Papier zu zeichnen. Hältst du automatisch die Luft an? Das wäre falsch, denn du empfindest es als anstrengend. Je angespannter du bist, desto wackeliger wird der Strich werden. Versuche nun eine gerade Linie zu zeichnen, indem du ruhig ausatmest. Ich wette, sie ist jetzt viel gerader, es wirkt entspannter und deine Konzentration ist höher.</p>
<p>Für dein Wohlbefinden kann du direkt und gratis etwas tun:</p>
<p>Eine ruhige und tiefe Atmung ist das beste Rezept für dein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Ein tiefes Atmen regt die inneren Organe an, sie verbessert Durchblutung, Verdauung, Entgiftung, alle Vorgänge in den Zellen, stärkt die Abwehrkräfte. Atmung beeinflusst zudem dein Gefühl: Wenn du ruhig und bewusst atmest, ist es biologisch unmöglich, dass du dich gestresst fühlst. Probiere es aus. Bei gestressten und angstvollen Menschen wirst du feststellen, dass sie unregelmässig, schnell und flach atmen. Da der Körper die Atmung von sich aus steuert und viele Menschen unvollständig und verkrampft atmen, kannst du von dir aus die Atmung beeinflussen, so dass du ruhiger und gelassener wirst.</p>
<p><strong>Die &#8220;1-4-2&#8243;-Übung zum Ausprobieren</strong></p>
<p>Hierbei kannst du schnell innere Ruhe und Energie spüren. Du kannst während des tiefen Einatmens bis 7 zählen, dann hältst du den Atem an und zählst bis 28, um dann beim bewussten Ausatmen bis 14 zu zählen. Wichtig ist, dass du so atmest, dass sich die Bauchdecke hebt, also eine tiefe, vollständige Bauchatmung. Beim Anhalten hältst du den Atem eher mit dem Körper als mit Nase und Mund an, obwohl du natürlich beide Varianten ausprobieren kannst. Ausatmen geschieht möglichst langsam und gleichmäßig. Diese Atmung kannst du mindestens 10 mal hintereinander machen, um seine volle Wirkung zu spüren. Ich persönlich mache 3 mal täglich 10 solcher Atmenzüge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Kinder brauchen Probleme zum Wachsen</title>
		<link>http://arianetoepfer.com/kinder-brauchen-probleme-zum-wachsen/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Oct 2013 11:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Aprilred]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Kinder sind Erfolge genauso wichtig wie Niederlagen. Niederlagen sind Möglichkeiten, etwas zu lernen, selbst Lösungen zu finden, deren Folgen zu erfahren, eigene Werte zu definieren &#8211; und konstruktiv begleitet zu werden. Beispiel: Das Kind erklärt am Abendessentisch, dass es einen wichtigen Aufsatz schreiben muss. Bis morgen, und es hat noch nicht angefangen. Die Benotung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für Kinder sind Erfolge genauso wichtig wie Niederlagen. Niederlagen sind Möglichkeiten, etwas zu lernen, selbst Lösungen zu finden, deren Folgen zu erfahren, eigene Werte zu definieren &#8211; und konstruktiv begleitet zu werden.<span id="more-153"></span></p>
<p>Beispiel: Das Kind erklärt am Abendessentisch, dass es einen wichtigen Aufsatz schreiben muss. Bis morgen, und es hat noch nicht angefangen. Die Benotung dieses Aufsatzes fließt in die Endnote ein. Panik kommt auf. Wie können Eltern sich verhalten?</p>
<p>Variante 1: Die Eltern helfen dem Kind bis spät in die Nacht, den Aufsatz zu schreiben. Einige werden den Aufsatz selbst schreiben, damit das Kind seine Nachtruhe bekommt. Die Eltern wollen ihrem Kind in einer schwierigen Situation beistehen, es dabei unterstützen, gute Noten zu bekommen. Sie empfinden sich als liebevoll. Gleichzeitig erfährt das Kind, dass es &#8220;Abkürzungen&#8221; gibt, sprich, dass seine Eltern ihm in schwierigen Situationen die Verantwortung abnehmen. Noten sind wichtiger als die damit verbundene Arbeit. Im Wiederholungsfall wird das Kind zunehmend unselbstständiger und immer weniger in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und Lösungen zu finden. Die Eltern werden häufiger in diese anstrengenden Situationen kommen, bis zu dem Moment, in dem das Kind als junger Erwachsener die Konsequenz seines Tuns mit voller Wucht zum Beispiel im beruflichen Umfeld erfährt.</p>
<p>Variante 2: Das Kind muss den Aufsatz abends alleine schreiben, auch wenn es bis spät in die Nacht dauert. Das Risiko, dass das Kind eine schlechte Note erhält oder durchfällt, wird in Kauf genommen. Das ist ohne Zweifel eine harte Nuss für die Eltern. Ihre Aufgabe ist es, dem Kind das Gefühl zu vermitteln, dass die Eltern zwar für es da sind, dass das Kind für seine Aufgaben selbst verantwortlich ist und dies mit allen Konsequenzen. Für das Kind die Lehre, dass es keine Abkürzungen für seine Verantwortung gibt.</p>
<p>Variante 3: Nach diesen beiden extremen Lösungen gibt es noch den Mittelweg. Wenn die Eltern Wert darauf legen, ihr Kind zu einem verantwortungsvollen Menschen zu erziehen, können sie beim ersten Auftreten einer vergleichbaren Situation unterstützend beistehen. Unterstützend insofern, als sie mit dem Kind über die Situation sowie die Folgen sprechen und das Kind intensiv beim Lösungen des Problems beteiligen. Sie können beim Verfassen des Aufsatzes helfen, die Hauptarbeit bleibt beim Kind. Sie sollten ankündigen, dass sie im Wiederholungsfall die &#8220;Kohlen nicht aus dem Feuer&#8221; holen werden, sondern die Konsequenz beim Kind belassen (Variante 2). Dem Kind ist bewußt, worauf es sich einläßt und hat die Wahl. Gleichzeitig weiß es, dass die Eltern es nicht alleine lassen.</p>
<p>Alles Gute<br />
Ariane Toepfer</p>
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		<title>Bewerbungsgespräch &#8211; überrasche den Arbeitgeber</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Oct 2013 10:54:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Aprilred]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Werte]]></category>

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		<description><![CDATA[Du hast die Hürde zum Bewerbungsgespräch geschafft! Herzlichen Glückwunsch. Jetzt hast du eine wunderbare Gelegenheit, dich als Person vorzustellen.Daher solltest du sicher sein, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst. Was kannst du tun? Unbedingt und ohne Ausnahme: Vorbereitung, Vorbereitung, Vorbereitung! Ansonsten ist es Zeitverschwendung für beide Parteien. Der Engländer hat hierfür den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast die Hürde zum Bewerbungsgespräch geschafft! Herzlichen Glückwunsch. Jetzt hast du eine wunderbare Gelegenheit, dich als Person vorzustellen.Daher solltest du sicher sein, dass alles so klappt, wie du es dir vorstellst.<span id="more-146"></span></p>
<p>Was kannst du tun?<br />
Unbedingt und ohne Ausnahme: Vorbereitung, Vorbereitung, Vorbereitung! Ansonsten ist es Zeitverschwendung für beide Parteien. Der Engländer hat hierfür den treffenden Satz &#8220;prior preparation prevents poor performance&#8221;. Das heißt, es ist klar, dass du möglichst viel über den eventuellen Arbeitsgeber weisst und dir bekannt ist, für welche Stelle du dich bewirbst. Dann bist du gut gewappnet, denn kein Bewerbungsgespräch wird wie das andere sein. Die Art des Unternehmens und die Personen, die dir im Gespräch gegenüber sitzen, sind unterschiedlich.</p>
<p>Willst du auf angenehme Weise Eindruck hinterlassen? Potentielle Arbeitgeber sind es nicht gewohnt, dass sie befragt werden. Warum sollen nur sie fragen? Drehe den Spieß um und frage so viele Fragen wie sie. Achtung: Nicht mehr, aber auch nicht wesentlich weniger. Die meisten Arbeitgeber haben schon so viele Bewerber gesehen, dass ein frischer Wind gut tut, wenn du aus dem Mittelmaß herausragen willst.</p>
<p>3 Fragen<br />
Hier 3 Fragen, die du in jedem Bewerbungsgespräch fragen solltest, wenn du das Ziel hast, als der ideale, motivierte und ambitionierte Kandidat ausgewählt zu werden:</p>
<p>• Welche Eigenschaften und Fähigkeiten sollte die Person, die gesucht wird, haben?<br />
Diese Frage mag offensichtlich klingen. Sie hilft beiden Seiten, sich klar zu werden, ob die Erwartungen an die Stelle und die Person übereinstimmen. Das geht am besten, wenn die Frage offen ausgesprochen wird, Missverständnisse werden von Anfang an vermieden.<br />
• Welche Entwicklungschancen habe ich im Unternehmen?<br />
Eines ist dem potentiellen Arbeitgeber dann klar: Er hat einen ambitionierten Kandidaten vor sich. Kein Arbeitgeber möchte jemanden einstellen, der seinen Job nach Vorschrift und keinen Handschlag mehr macht. Aber Achtung: Arrogantes Auftreten ist hier völlig unangebracht, ehrliches Interesse ist wichtig.<br />
• Was haben Sie bei anderen Kandidaten bemerkt, das Sie bei mir vermissen?<br />
Das ist in jedem Fall eine Überraschungsfrage für den Arbeitgeber. Hier kann er schlecht ausweichen. Diese Frage hat zwei Vorteile, wenn du sie aushalten kannst: Erstens wird der Arbeitgeber sich klar, welche Qualitäten du hast. Zweitens wird er sich klar, welche du NICHT hast. Wenn er sie dir sagt, ist das eventuell nicht sehr angenehm. Es birgt gleichzeitig die Chance, diese wahrscheinlich ehrliche Antwort als Verbesserungschance zu sehen. Ehrliches Feedback ist nämlich ansonsten selten. Dann hast du in diesem Bewerbungsgespräch vielleicht keine Stelle, aber etwas über dich gelernt.</p>
<p>Viel Glück beim nächsten Gespräch!<br />
Ariane Toepfer</p>
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		<title>Selbstbewusstsein: Grenzen ziehen führt zu echtem Vertrauen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 11:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Aprilred]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstvertrauen]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbstbewusstsein entsteht in vielen kleinen Schritten. Hier ein Tipp, der befreiend und stärkend wirkt. Wenn dich etwas stört, sag&#8217; es direkt. Meine nicht, es wäre besser, sich nicht über jede &#8220;Kleinigkeit&#8221; aufzuregen und die Energie für die &#8220;großen&#8221; Probleme aufzubewahren. Du läufst damit in die Gefahr, dass du mit dem angestauten Ärger plötzlich, unvermutet, bei [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstbewusstsein entsteht in vielen kleinen Schritten. Hier ein Tipp, der befreiend und stärkend wirkt.<br />
Wenn dich etwas stört, sag&#8217; es direkt. Meine nicht, es wäre besser, sich nicht über jede &#8220;Kleinigkeit&#8221; aufzuregen und die Energie für die &#8220;großen&#8221; Probleme aufzubewahren.<span id="more-13"></span> Du läufst damit in die Gefahr, dass du mit dem angestauten Ärger plötzlich, unvermutet, bei einer &#8220;Kleinigkeit&#8221; unverhältnismäßig reagierst, sprich explodierst.</p>
<p><strong>Mein Tipp:</strong><br />
Bei jedem Ärgernis, jeder verletzenden Bemerkung sofort oder so rasch wie möglich in angemessener Weise reagieren. So rasch wie möglich heißt, nicht den &#8220;perfekten Moment&#8221; abzuwarten. Der wird wahrscheinlich nie kommen, und du wirst den Ärger wie eine dicke Kröte herunterschlucken. Schmeckt das gut? Toleriere kein respektloses Verhalten Anderer, weder innerhalb der Familie, noch von Freunden, Lehrern, Berufskollegen, Vorgesetzten oder Fremden.</p>
<p><strong>Was passiert mit Dir?</strong><br />
Ärger oder Verletzungen unterminieren wie Krebs unsichtbar und beharrlich dein Selbstbewusstsein. Für jede Stunde, die du dich ärgerst, braucht der Körper acht (8!) Stunden, um die biologischen Schäden im Körper zu reparieren. Angestauter Ärger schädigt. Werde ihn daher so schnell wie möglich los.</p>
<p><strong>Was kannst du tun? Was heißt &#8220;angemessen&#8221; reagieren?</strong><br />
Wenn du dich ärgerst oder du dich verletzt fühlt (achte auf deine Gefühle! Es ist gleichgültig, ob der / die Andere das wollte), sofort oder so schnell wie möglich reagieren. Du kannst spontan reagieren, um die Person aufmerksam zu machen, was er / sie bei dir angestellt hat, wie &#8220;Autsch, das tat weh&#8221; oder &#8220;ist dir klar, dass mich das verletzt?&#8221;</p>
<p><strong>4-Schritte-Kommunikation</strong><br />
In einem etwas ausführlicheren Gespräch kannst du das 4 Stufen Modell anwenden. Es ist am Anfang ungewohnt, aber wirkt Wunder. Achte darauf, dass du auf vorwurfsvolle Formulierungen wie &#8220;du bist&#8221;, &#8220;du hast&#8221;, &#8220;immer&#8221; und &#8220;nie&#8221; verzichtest und nur in &#8220;ich-Form&#8221; sprichst.</p>
<p>1. Schritt: Wiederhole, was du gehört hast, so wie ein Journalist es tun würde, der etwas beobachtet hat.<br />
2. Schritt: Sage dem anderen, was du dabei fühlst (wütend, beleidigt, verletzt, ängstlich).<br />
3. Schritt: Sage, was dir wichtig ist.<br />
4. Schritt: Sage, was du dir konstuktiv wünscht oder vorstellen kannst.</p>
<p><strong>Ein Beispiel: Du wartest auf jemanden, der zu spät kommt.</strong></p>
<p>Wahrscheinlich ist dir diese Reaktion vertraut: &#8220;Du kommst immer zu spät! Man kann sich nie auf dich verlassen.&#8221;</p>
<p>Ist die förderlich? Nein. Daher versuche es mit den 4 Schritten:</p>
<p>1. Schritt: &#8220;Ich warte seit einer halben Stunde am verabredeten Treffpunkt.&#8221; (Situation)<br />
2. Schritt: &#8220;Wenn ich länger als eine halbe Stunde warten muss, fühle ich mich ärgerlich und enttäuscht.&#8221; (Gefühl)<br />
3. Schritt: &#8220;Denn meine Zeit ist mir wichtig, und ich würde sie gerne sinnvoll nutzen.&#8221; (Bedürfnis)<br />
4. Schritt: &#8220;Deshalb bitte ich dich, mir nächstes Mal Bescheid zu geben, wenn du die Verabredung nicht pünktlich einhalten kannst. Ist das möglich?&#8221; (Bitte) Du kannst, wenn es häufiger vorkommt auch eine Konsequenz ankündigen. Diese solltest du jedoch auch umsetzen. Zum Beispiel: Sollte dies nochmals vorkommen, werde ich nach einer halbe Stunde weggehen.</p>
<p>Die Folge wird sein, dass der / die Andere dich besser versteht &#8211; wenn ihm oder ihr an der Beziehung mit dir etwas gelegen ist. Er / sie kann dir so auch sagen, warum er sich so verhalten hat. Eventuell war er / sie auch verletzt oder wütend. Du gibt mit dieser Methode wertvollen Beziehungen die Chance, sich zu vertiefen und andere werden sich klären, eventuell auch lösen. In der Regel zu deinem Vorteil. In jedem Fall wirst du bemerken, dass die Anderen respektvoller mit dir umgehen &#8211; und es dir wesentlich besser geht. Dein Selbstbewusstsein und das Vertrauen untereinander wächst &#8211; und dies hat nichts mit Zickigsein, Egoismus oder Arroganz zu tun. Im Gegenteil, du wie jeder Mensch hast das Recht, respektvoll behandelt zu werden. Nur mußt du deinen Teil dazu tun&#8230;</p>
<p>Nur Mut!<br />
Ariane Toepfer</p>
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